Chlausmärt - eine Bewohnerinnen-Initiative

Dec 06, 2015

Die Idee, am Chlaus-Sonntag 6. Dezember 2015 gemeinsam am Feuer beim Eindunkeln Glühwein zu trinken, griff eine Bewohnerin auf und erweiterte das Vorhaben der Projektleiterin zu einem Markt für Kunsthandwerk mit Kafistübli. Einen Riesenerfolg - wie es sich im Verlauf des Tages herausstellte.

Bewohner/-innen aus der Alterssiedlung, deren Verwandte und Bekannte verkauften Kunsthandwerk - Erzeugnisse, welche sie mit viel Leidenschaft selber produzieren oder zu denen sie einen persönlichen Bezug haben.

Der Raum - das Quartierwohnzimmer - ist vorhanden, daher die Regel: Kuchen statt  Standgebühren. Diese Spielregel bescherte schlussendlich allen Gästen im Kafistübli eine bezaubernde Auswahl aus zwanzig Kuchenarten. Einige Bewohnerinnen überzeugte die Idee des Kuchen- und Guetzlibackens dergestalt, dass sie am Sonntag morgen früh ebenfalls als Bäckerin wirkten und es - so eine Stimme - so fein in den Treppenhäuser roch.

Ob aktive Teilnahme als Hobby-Kunsthandwerker/-in oder als Bäckerin im Hintergrund bzw. als Besucher/-in des Chlausmärt: es sind alles Möglichkeiten der Teilhabe an Aktivitäten und es sind so viele Begabungen bei Senior/-innen da, welche es lediglich wachzuküssen gilt.

Familien aus der Nachbarschaft bestellten den Samichlaus für die 22 Kinder um 17 Uhr auf den Postplatz. Zu dieser Zeit war der Chlausmärt noch voll in Gang - drinnen im Quartierwohnzimmer. Die eher ältere Generation eher im Quartierwohnzimmer und die jüngere Generation draussen bei Chlaus und Schmutzli und dazwischen - zwei Sofas am Rand des Postplatz' von älteren Damen unter Wolldecken in Beschlag genommen - sie schauten gerne zu bis spät. 

Unterschiedliche Generationen sind mit je ihren Interessen zur selben Zeit am selben Ort. Sich gegenseitig mehr oder weniger wahrnehmen und den Raum für unterschiedliche Menschen offen halten - ein Muss für Treffpunkte im Quartier und ein Auftrag, welchen eine externe Projektmoderation erfüllen kann.